Deutsche Musiktherapeutische Vereinigung zur Förderung des Konzeptes nach Schwabe e. V. - DMVS e. V.

Crossener Mitteilungen Nr. 11, Dezember 1998

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DMVO e. V.

 

Liebe Mitglieder der DMVO e. V.!

Die letzten Monate waren innerhalb der DMVO e. V. turbulent und anstrengend. Der Vorstand mußte sich, um die Arbeitsfähigkeit besser als bisher bewältigen zu können, zu grundsätzlichen Strukturveränderungen innerhalb der personellen und sachbezogenen Verwaltung entscheiden. Darüber wollen wir Euch/Sie auf den folgenden Seiten informieren.

Diese Ausgabe ist reich gespickt mit wichtigen Informationen verschiedener Art. Neben dem Bericht zur Sanierung der Mitgliederarbeit und Beitragsrealisierung gibt es Erfahrungsberichte zu bereits gelaufenen Musiktherapietagen und einer erfolgreich abgelegten HPG-Prüfung.

Wir freuen uns besonders über das Erscheinen unseres Mitgliederkatalogs, der dieser Post beiliegt. Anliegen, Inhalt und Zahlungsmodalitäten sind in einem Kurzbeitrag noch einmal umrissen.

Die Kurzinformationen und wichtigen Termine der "letzten Seite" müssen diesmal zugunsten anderer Mitteilungen entfallen.

Die aktuell schwierige Situation, die sich in unserem Verband seit einiger Zeit zuspitzte, läßt uns auf diese Weise an Euer/Ihr Verständnis appellieren für eine sehr dichte, andererseits bunt gemischte Ausgabe. Im einzelnen geht es dabei darum, einige wichtige Dinge, die in der Vergangenheit nicht mit genügender Sorgfalt gehandhabt wurden, zu regeln; andererseits gibt es erfreuliche Berichte über den Neubeginn aktiver Verbandsarbeit unserer Mitglieder.

So ist es notwendig, die Modalitäten, die mit den Mitgliedsbeiträgen im Zusammenhang stehen, einheitlich zu regeln. Deshalb legen wir Formulare zur Einzugsberechtigung durch Lastschrift bei und bitten alle die Mitglieder, die bisher nicht diese Form der Überweisung wählten, uns die Arbeit zu erleichtern, eine Einzugsberechtigung auszufüllen und diese an Ruth Breuer zurückzuschicken. Einige von uns handhaben das ja seit langem so. Die bitten wir, sie mögen darüber elegant hinwegsehen.

Sollten Fragen offen bleiben oder gar erst entstehen, dann bitten wir Euch/Sie, Ruth Breuer direkt anzuklingeln oder zu schreiben (Adresse: Graupnerweg 5, 08349 Erlabrunn, Tel.: 03773/58762).

 

Mit herzlichen und winterlichen Grüßen aus dem verschneiten Erzgebirge und guten Wünschen für das Weihnachtsfest und das Neue Jahr

 

Eure/Ihre Ruth Breuer und Christoph Schwabe

 

Neue Mitgliederbeauftragte - neue Verwaltungsstruktur im Finanzbereich

 

Ruth Breuer, Vorstandsmitglied und Mitgliederbeauftragte der DMVO e. V.

 

Vor dem Hintergrund eines recht desolaten Zustandes in Mitgliederarbeit und finanzieller Verwaltung ist auf der letzten Vorstandssitzung eine wichtige Entscheidung über die Sanierung dieser Bereiche gefallen:

Ab sofort bin ich, Ruth Breuer, für den Bereich Mitgliederarbeit verantwortlich. Alle Dinge, die mit Aufnahmeanträgen, Adressenänderungen, Termine, Seminare, Literatur, Mitgliederkatalog, Crossener Mitteilungen, Adressen etc. Eure/Ihre Bedürfnisse an die DMVO e. V. betreffen, werden über mich organisiert und koordiniert. Ich bin somit Eure/Ihre zentrale Ansprechpartnerin für alles Personelle.

Sollte beim Lesen dieses Artikels unter anderem auffallen, daß zu Hause inzwischen ein (anderer) Telefonanschluß besteht, bitte ich, auch dies durchzugehen.

Wir gehen davon aus, daß wir auf diese Weise für die Zukunft verhindern, daß Mitglieder, die bereits vor längerem in die DMVO e. V. eingetreten sind, Ihre Unterlagen (Mitgliederausweis, Statut, Informationsmaterial) erst Monate später erhalten und hinsichtlich ihres Status in der DMVO e. V. in der Luft hängen (gelassen werden).

Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal alle diejenigen bitten sich zu melden, die zwar eingetreten sind, aber bislang eben weder Mitgliedskarte noch DMVO e. V.-Statut erhalten haben. Ebenso bitte ich Adressen oder/und Namensänderungen mir unbedingt sofort mitzuteilen.

Eure/Ihre (nochmaligen) Informationen erleichtern mir, diese Versäumnisse rasch auszugleichen und die entstandenen Lücken zu schließen, so daß ich kurzfristig eine gültige und handhabbare Mitgliederkartei zur Verfügung habe, die ja auch in Eurem/Ihrem Interesse ist.

Wir sind sehr froh, daß wir mit Frau Schulze eine erfahrene Sachbearbeiterin gewinnen konnten, die sich aller finanziellen Angelegenheiten der Akademie und der DMVO e. V. in Bad Klosterlausnitz vor Ort annimmt. Wie bereits erwähnt, werden die Mitgliedsbeiträge ab sofort nur noch per Einzugsermächtigung überwiesen.

Tritt jemand neu in die DMVO e. V. ein, so wird auch diese Einzugsermächtigung zunächst mit an mich geschickt. Ich leite sie dann an Frau Schulze weiter.

DMVO-Austritte und in deren Folge die Kündigung der Einzugsermächtigung laufen ebenfalls erst über mich.

Andere finanzielle Angelegenheiten wie Kursgebühren, Bescheinigungen, Bezug der "Crossener Schriften" werden von ihr vor Ort und unbürokratisch in Bad Klosterlausnitz geregelt.

Für den DMVO e. V. gibt es folgendes neue Konto mit folgender neuer Bankverbindung

 

Stadtsparkasse Dresden
Kontonummer: 355 XXX XXX
Bankleitzahl: 850551 42

 

Für die Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen mußten wir ebenfalls ein neues Konto einrichten:

 

Stadtsparkasse Dresden
Kontonummer 350 XXX XXX
Bankleitzahl 850551 42

 

Wer macht was wo - erster Mitgliederkatalog der DMVO e. V. liegt vor

 

Dr. Christoph Schwabe, Vorsitzender der DMVO e. V. Unser Mitgliederkatalog ist nach einigen Geburtswehen nun da. Wir wollen damit mehr Transparenz über die Musiktherapie und das Tun unserer Mitglieder in den einzelnen Bundesländern erreichen. Das ist natürlich nur in soweit möglich, wie es den einzelnen Mitgliedern gelang, sich selbst als Musiktherapeut bzw. Musiktherapeutin darzustellen. Ich hoffe sehr, daß auch diejenigen Mitglieder, die das bisher nicht taten, diese Möglichkeit in der geplanten Zweitauflage, die Ende 1999 erscheinen soll, wahrnehmen.

Die Herstellung dieses Kataloges kostete neben viel Mühen auch Geld, und der Vorstand der DMVO geht davon aus, daß unsere Mitglieder bereit sind, sich an diesen Kosten zu beteiligen. Um den Organisationsaufwand so niedrig wie möglich zu halten, haben wir uns entschlossen, Ihnen den Mitgliederkatalog mit den Crossener Mitteilungen zuzuschicken und Sie zu bitten, bis spätestens 31. Dezember 1998 den Kostenbeitrag in Höhe von 15,- DM auf das Konto der DMVO zu überweisen.

(Stadtsparkasse Dresden, Kto-Nr.: 355 502 651, BLZ: 850 551 42)

Sollten Sie an dem Mitgliederkatalog kein Interesse haben, wäre es schön, wenn Sie das Ihnen zugegangene Exemplar zur Weiterverwendung an unsere Geschäftsstelle zurücksenden.

 

Unsere Geschäftsstelle ist ab sofort folgende:
Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen
c/o Fachklinik Klosterwald
Bahnhofstraße 33
07639 Bad Klosterlausnitz

 

Wissenschaftliche Tagung April 2000 "Musiktherapie - Lebensgenuß - Freude - ?"

 

Auf die Zusendung unserer Einladung zu dieser geplanten Tagung war die Resonanz durch unsere Mitglieder erschreckend gering.

Deshalb möchte ich nochmals auf diese Tagung aufmerksam machen.

Es geht uns um die Frage des musiktherapeutischen Therapieverständnisses Therapie als Heilung von Krankhaftem, Therapie als Aktivierung von Gesundem, Therapie als Scharlatanerie.

Diese Thematik ist interessant und hat grundsätzliche Bedeutungen. Unsere Tagung wird entsprechend so interessant werden, wie es uns gelingt, interessante Beiträge und interessante Referenten bzw. Mitwirkende zu mobilisieren.

Deshalb geht noch einmal meine Bitte an unsere Mitglieder, überlegt Euch bitte, wer einen Beitrag leisten möchte. Teilt mir die Thematik möglichst bald mit, und überlegt, wen wir als Mitwirkenden gewinnen sollten.

Die thematische Vorbereitung muß bis zum Sommer des Jahres 1999 abgeschlossen sein, also ist es notwendig, daß wir umgehend aktiv werden.

 

Christoph Schwabe

 

Musiktherapietage in der DMVO - erste Erfahrungen

 

DMVO-Mitglieder aus Berlin/Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg/Vorpommern und Thüringen haben dieses Jahr ihren ersten Musiktherapietag ausgerichtet.

Anliegen und Inhalte (von Kennenlernen der DMVO-Mitglieder innerhalb eines Bundeslandes bis zum Einbinden finanz-, politik- und medienrelevanter Öffentlichkeit) sowie Veranstaltungsorganisation und ort waren sehr verschieden. Aus diesem Grund sind die mir zugesandten Artikel nicht weiter redigiert oder zusammengefaßt, sondern erscheinen hier in der Form, wie ich sie erhalten habe.

 

1. Tag der Musiktherapie in Sachsen

6.6.98. Krankenhaus Radebeul

Ulrike Haase, "Vorsitzende des Rates für Aus- und Weiterbildung, DMVO e. V."

Die Sachsen hatten sich für ihr Treffen einen der heißesten Tage des ansonsten recht kühlen Jahres herausgesucht.

Die Atmosphäre bei der anfänglichen Vorstellungsrunde war weder heiß noch kühl, sondern eher etwas zögerlich, entwickelte sich dann aber hin zu Offenheit und Interesse aneinander.

Sich kennenzulernen und etwas voneinander zu erfahren - das Anliegen dieses Tages - erwies sich als richtig und wichtig.

Von den etwa 40 Musiktherapeutlnnen in Sachsen waren 19 gekommen.

Die Arbeitsgebiete waren weit gefächert: von der Klinik über den Strafvollzug, die Ausbildung bis zum Kindergarten.

Zwei Arbeitskreise der DMVO - Psychiatrie und Sucht - stellten sich vor. Letzterer hatte die erste Ausgabe seines etwa vierteljährlich erscheinenden Fachblattes mitgebracht. Der Arbeitskreis "Musiktherapie mit Kindern und Jugendlichen" wurde gegründet.

Außerdem beschlossen die Musiktherapeutlnnen Sachsen sich unabhängig vom Ländertag als themenübergreifender Arbeitskreis dreimal pro Jahr zu treffen.

Nach gemeinsamem Tanzen und Singen (Ruth Breuer/Ulrike Haase) ging die Diskussion um die inhaltliche Gestaltung des nächsten Musiktherapietages (Schloß Pulsnitz). Darstellung und Wirksamkeit für die Öffentlichkeit ist ein wichtiges Anliegen; daneben soll Zeit für die interne Arbeit bleiben.

Vorbereitungstreffen: 9.1.99, 10 Uhr; Psychiatrische Klinik im Kreiskrankenhaus Radebeul, Psychiatrische Tagesklinik, Haus 1, Heinrich-Zille-Straße 13, Radebeul

Kontaktadresse: Ruth Breuer, Graupnerweg 5, 08349 Erlabrunn, 03773/58762

 

1. Musiktherapietag in Mecklenburg/Vorpommern

Janni Krüger, Kathrin Schubert

Am 12.9.98 boten wir die Möglichkeit, uns in der Musikschule "Carl Orff" in Rostock zum 1 . Treffen an Musiktherapie Interessierter des Landes Mecklenburg/Vorpommern einzufinden.

Durch 16 Frauen wurde diese Chance genutzt. Das Ziel, zueinander zu finden, um sich nicht mehr als Alleinkämpfer durchzuschlagen, sondern in aktiven, fachlichen und anspruchsvollen Austausch zu treten, um sich selbstbewußter im komplexen Sozial- und Behindertenarbeitsfeld bewegen zu können, wurde erreicht. Fragen wie WER macht WAS und WO und WARUM ließen den Tag wie im Fluge vergehen. Referiert wurde als Diskussionsgrundlage zu den Fachthemen "Musiktherapie mit Senioren" und "Tanz gegen Gewalt".

Nächstes Vorbereitungstreffen: 9.1.99 Kontaktadresse: Kathrin Schubert, Zum Wiesengrund 8, 18107 Lichtenhagen Dorf, 0381/7699136

 

1. Thüringer Musiktherapietag informativ, spannend, festlich

Gottlobe Gebauer, Mitglied des "Rates für Aus- und Weiterbildung, DMVO e. V."

 

Einladung an:

 

Vorbereitungsteam von 10 Personen die auch am Tag selbst leitende Aufgaben übernahmen

 

Veranstaltungsort:

Frauenzentrum Weimar, uneigennütziger Partner für musiktherapeutische Arbeit seit 3 Jahren

 

Zeit:

10.10.1998, 9.30 - 16.00 Uhr

 

Angebot:

 

Teilnahme:

12 "Kurzgäste"

74 Besucher der gesamten Veranstaltung, davon 15 Kinder und ca. 40 Musiktherapeutlnnen

Noch Fragen?! - Gottlobe Gebauer, Hegelstraße 18, 99423 Weimar

 

Folgende Arbeitskreise gibt es aktuell innerhalb der DMVO e. V.

 

 

1. Treffen: 22.1.1999, 19 Uhr, Weimar

Näheres über: Urte Schulz, Dorfstraße 1, 07778 Hirschroda, 036427170716 und Esther Minkwitz, Adolfstraße 9, 99084 Erfurt, 036112254144

Themenübergreifender Arbeitskreis Sachsen: Götz Hütter, Dr.-R.Friedrichstraße 36, 01445 Radebeul, 0351/8307051

 

Erfahrungen mit der HPG-Prüfung (nur Psychotherapie) in Sachsen

 

Cornelia Richter; Musiktherapeutin, Mehringstr. 13, 04416 Markkleeberg, Tel.: 0341/3586267

 

Spätestens seit Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes zu Beginn diesen Jahres bewegt viele MusiktherapeutInnen in Deutschland die Frage, ob sie sich zur Anerkennung ihrer Psychotherapeutischen Tätigkeit nicht einer Prüfung nach den Richtlinien des Heilpraktikergesetzes (HPG) stellen sollten. Die Durchführung der Prüfung (bzgl. Verfahrensweg, Kosten, Prüfungsmodus: mündlich und/oder schriftlich) wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt.

Die Erfahrungen, die ich bis zur erfolgreichen Ablage der Überprüfung Mitte Juni in Sachsen sammelte, sollen hiermit einer größeren Öffentlichkeit zugänglich werden.

In Leipzig muß der "Antrag auf Anerkennung als Psychotherapeutln nach HPG" beim zuständigen Ordnungsamt gestellt werden. Neben dem dort erhältlichen Vordruck sollte nach meiner Erfahrung das Antragsschreiben außerdem Informationen darüber enthalten, inwiefern psychotherapierelevante Fächer (z.B. Psychopathologie, Klinische Psychologie, Neurologie) im Rahmen der Ausbildung vermittelt wurden und in welchen Zeiträumen und Gebieten die Antragstellerln psychiatrische und/oder psychotherpeutische Berufs- bzw. Praktikumserfahrungen gesammelt hat. Diese Unterlagen werden vom Ordnungsamt an das Landratsamt nach Löbau geschickt, welches auch für die Mitteilung der Prüfungstermine zuständig ist (persönliche Wünsche werden dabei eher nicht berücksichtigt).

 

Zur inhaltlichen Vorbereitung empfehle ich besonders:

 

 

Die ausschließlich mündliche Prüfung wird im Gesundheitsamt des Landratsamtes Löbau durchgeführt. Das Landratsamt plant pro Prüfung etwa 45 - 60 Minuten ein; nach meiner Erfahrung und Gesprächen erstreckt sich die individuelle Dauer jedoch von 15 bis 90 Minuten. Die Prüfungskommission besteht in der Regel aus zwei Prüfenden und der Protokollantin. In Sachsen werden für die Prüfung 390,- DM berechnet, zuzüglich hat jeder natürlich die Kosten für Lehrbücher und Fahrt zu tragen.

Nach meiner Erfahrung (3 Fragen in 15 minütiger Prüfung bei wohlwollender Atmosphäre) möchte ich besonders den Kolleginnen Mut zusprechen, die musiktherapeutische Berufs- bzw. Praktikumserfahrung auf dem Gebiet der Psychiatrie/Psychotherapie nachweisen können und sich in ausreichender Zeit auf die Überprüfung vorbereiten konnten.

Ich stehe mit weiteren Hinweisen gern zur Verfügung.