Deutsche Musiktherapeutische Vereinigung zur Förderung des Konzeptes nach Schwabe e. V. - DMVS e. V.

Crossener Mitteilungen Nr. 15, Dezember 2001

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DMVO e. V.

 

Wissenschaftliches Symposium der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V.

 

Thema: Konzept und Offenheit

 

Das Musiktherapiekonzept nach Schwabe mit seinen grundlegenden Aussagen und seine flexible Anwendung in unterschiedlichen Praxiszusammenhängen

 

Samstag, 9. November 2002, Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Fachklinik Klosterwald, Bad Klosterlausnitz

 

Musiktherapeutische Arbeit in der Praxis vollzieht sich in einem Spannungsfeld, das durch die beiden Pole "Klare Grundkonzeption" einerseits und "Flexibles Reagieren auf die Praxisrealität" andererseits charakterisiert wird.

Die Hoffnung, sich der Anstrengung dieses Spannungsfelds entziehen und das Gleichgewicht zu einem Pol hin verschieben zu können, führt entweder zu realitätsferner Dogmatik oder zu eklektizistischer Polypragmasie. Beides kann nicht im Sinne einer verantwortungsvollen, auf den Menschen orientierten therapeutischen Arbeit sein.

Flexibles Reagieren auf die Praxisbedingungen bedarf der Grundlage einer klaren Konzeption; diese bleibt nur lebensfähig, wenn sie sich der Realität stellt, auch wenn sie unbequem ist.

Die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen dieser Problematik sollen auf dem Symposium diskutiert werden. Darüber hinaus wird uns diese vielschichtige Thematik weiterhin beschäftigen, auch im Hinblick auf die nächste große Tagung der DMVO e. V. im Jahre 2004.

Nicht zuletzt will die Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen mit dem Symposium ihr zehnjähriges Jubiläum begehen. Ein engagierter, konstruktiv-kritischer Meinungs- und Erfahrungsaustausch scheint uns eine angemessene Form zu sein, dieses Ereignis zu würdigen.

Im Anschluss an das Symposium findet die Mitgliederversammlung der DMVO e. V. statt.

Einladung, Tagungsprogramm und Anmeldeformulare erhalten Sie im Frühjahr 2002.

 

DMVO e. V.

 

Kasseler Konferenz

Mit einem Hinweis auf den Einführungstext "Kasseler Konferenz" in Nr.14 der "Crossener Mitteilungen" möchte ich kurz die Arbeit der Kasseler Konferenz im Jahr 2001 skizzieren.

Die in der Kasseler Konferenz zusammenarbeitenden musiktherapeutischen Verbände stellten zum wiederholten Male fest, dass bezüglich der Positionierung von Musiktherapie in der deutschen Therapielandschaft die Frage ihres Wissenschaftsnachweises im Vordergrund steht. Für zu diesem Zweck angeregte Forschungsarbeit müssten Vergleichskriterien der in Deutschland vorhandenen Musiktherapierichtungen erarbeitet werden.

So wurde als erster Arbeitsschritt dafür 2000/2001 ein "Leitfaden zur schulenübergreifenden Beschreibung musiktherapeutischer Konzepte" entwickelt. Eine erste Forschungsarbeit soll sich mittels dieses Leitfadens damit beschäftigen, wie Musiktherapeuten in Deutschland arbeiten.

Neben inhaltlichen und strategischen Themen, die aus der berufspolitischen Lage hervorgehen, neben verbandsspezifischen Erfahrungen und musiktherapierelevanten Informationen aus Europa müssen u.a. auch Unstimmigkeiten zwischen den in der Kasseler Konferenz anwesenden Verbänden diskutiert werden, weil bzw. obwohl sich diese vor öffentlichkeitswirksamen Einzelentscheidungen auf ein gemeinsames Verständigen zugunsten der Gesamtheit deutscher Musiktherapeuten geeinigt haben. So wird sich die Arbeit der Kasseler Konferenz auch im kommenden Jahr zwischen kreativen Handlungsimpulsen, wacher Aufmerksamkeit und kooperativen Entscheidungen bewegen.

Anfrage: Gibt es ein Mitglied der DMVO e. V., das interessiert wäre, eine Homepage für die Kasseler Konferenz einzurichten und diese ehrenamtlich zu betreuen? Derzeit wird nach Interessenten in allen Verbänden gefragt.

Nähere Informationen dazu bei Gottlobe Gebauer, Tel.: 030/76884847

 

DMVO e. V. - Länderarbeit

 

Mitgliederkatalog

Es war eine sehr schwere Geburt mit sehr vielen Helfern. Briefe wurden geschrieben, Telefone liefen heiß, so manche Kontakte wurden aber auch wiedergeknüpft.

Ehrlich gesagt, so recht ist es nicht zu verstehen, wie wenig Eigeninitiative von vielen DMVO-Mitgliedern gezeigt wurde, um sich selbst in diesem in der deutschen Musiktherapielandschaft einmaligen Mitgliederkatalog zu präsentieren. Gerade wenn es um den Austausch mit anderen über die eigene Arbeit geht, ist dieser Katalog ein Mittel, um mit anderen Musiktherapeutlnnen in Kontakt zu treten. Schade - wir sind vielen regelrecht hinterher gerannt.

Das nun vorliegende Heft - wohl eher Buch - zeigt die vielfältigen Arbeitsfelder, in denen Musiktherapeuten der DMVO e. V. tätig sind, und das ist doch ziemlich beeindruckend. Ein herzliches Dankeschön an alle, die in ihrer ohnehin knappen Freizeit an der Erstellung des Mitgliederkataloges mitgewirkt haben!

Er ist im ersten Quartal 2002 zum Preis von 8 Euro zu bestellen bei:

Frau Walburg Schulze, Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Fachklinik Klosterwald, Bahnhofstr. 33, 07639 Bad Klosterlausnitz, Tel./Fax: 036601/859-77

 

DMVO e. V. - Länderarbeit

 

Eine Handvoll Gänsehaut

in einem Mee(h)r von Eindrücken ... als Fazit des gelungenen 4. Musiktherapietages der DMVO im Mecklenburger Land und jenen westlichen Regionen, wo Faltblätter im blauen Dunst eingesessener Weniger zu verebben schienen. Aus den entferntesten Winkeln kamen sie - um zu schauen, ins Gespräch zu kommen und mitzunehmen.

120 neugierige Augen, Hände und Füße ließen die Musiktherapie der Jugendlichen, geistig behinderten Erwachsenen, Senioren und Kinder - ob mit Instrumentalimprovisation, Tanz, Gesang oder Hören - lebendig werden.

Bewegung - Wahrnehmung - Bewegen - Wahrnehmen - Bewegt werden Wahrgenommen werden.

Musiktherapie in der Magie eines Kreises - begonnen im Licht eines Konzerts strahlender Behinderter - vollendet in jeder Drehung dreier Zirkel voller Gesang.

 

Janni Krüger

 

DMVO e. V. - Länderarbeit

 

4. Musiktherapietag in Thüringen

Am 6. Oktober fand in Weimar der 4. Thüringer Musiktherapietag statt. Er stand dieses Jahr unter dem Motto "Musiktherapie und Pädagogik".

Es kamen etwa 70 Gäste, sowohl Musiktherapeutlnnen als auch Interessierte, vor allem aus pädagogischen Einrichtungen. Nach einem Einführungsvortrag in das Thema durch Herrn Prof Dr. Otto Preu (Musiktherapeut, Dozent für Sprechwissenschaften, Weimar) und reger Diskussion am Vormittag stand am Nachmittag das eigene Tun in Workshops im Vordergrund.

Die zahlreiche Teilnahme von MusiktherapeutInnen zeigte, dass das Thema "Musiktherapie und Pädagogik" sehr viele Musiktherapeutlnnen interessierte, da sie in pädagogischen "Grundberufen" arbeiten und dort vielfältige Erfahrugen über das Umgehen mit der Verbindung von Therapie und Pädagogik gemacht haben.

Ein Dankeschön, das wirklich von Herzen kommt, möchte ich an Gottlobe Gebauer (die vor vier Jahren alles ins Rollen brachte), Violetta Thielemann, Anke Parybyk, Kathrin Herbricht, Gisela Göttsching, Gabriele Hollborn, Christine Bredereck, Kerstin Rilke, Gerhard Landes und Herrn Prof Dr. Preu richten, ohne deren (unentgeltliche) Arbeit die Vorbereitung und Durchführung des Musiktherapietages nicht möglich gewesen wäre. Es war schön zu erleben, wie jeder einzelne sich verantwortlich fühlte, Ideen einbrachte und so die viele Arbeit auf viele Schultern verteilt wurde.

 

Antje Stolz

 

Sächsischer Musiktherapietag

Der nächste Sächsische Musiktherapietag findet am 8.4.2002 in Chemnitz mit dem Familientherapeuten Herrn Dr. Wolfgang Hagemann (Eschweiler) als Gastreferenten statt.

Näheres bei: Kathrin Baier, Tel.: 035954/53682

 

1. Bayerisch-Österreichischer Musiktherapietag am 23. Februar 2002 in Erlangen

Anfragen, Kontakte zur Landesarbeit der DMVOP e. V. in Bayern laufen bitte ab sofort über:

Musica Vit - Institut für Musik und Gesundheit (Dr. med. Monika Aplas) Ebradstr. 2a, 91054 Erlangen, Tel.: 09131/979300, Fax: 09131/979302

 

Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen

 

Zum Jahresprogramm

Der Dezemberausgabe der Crossener Mitteilungen, die Sie in den Händen halten, liegt das Jahresprogramm 2002 der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen bei.

Da Sie ja zum größten Teil als DMVO - Mitglieder Ihre Ausbildung abgeschlossen haben, kommt vielleicht die Frage auf, warum wir das Jahresprogramm mitschicken. Das hat eigentlich mehrere Gründe:

Zum einen ist es leider so, dass nach der Ausbildung viele Musiktherapeutlnnen "in der Versenkung verschwinden", das heißt, mehr oder weniger musiktherapeutisch arbeiten, aber nicht oder kaum Möglichkeiten zur Supervision oder Weiterbildung an der Akademie nutzen. Gerade die im Jahresprogramm aufgeführten Spezialveranstaltungen sind ausdrücklich auch für MusiktherapeutInnen mit abgeschlossener Ausbildung gedacht. Auch wenn Sie in der Ausbildung schon am Gruppensingtherapiewochenende oder am Bildgestalten teilgenommen haben, lohnt es sich, wieder so ein Wochenende zu besuchen, da die Weiterentwicklungen unseres musiktherapeutischen Konzepts hier sowohl theoretisch als auch praktisch nachvollzogen werden.

Zum anderen ist das Jahresprogramm auch dafür gedacht, dass Sie Informationen zur Ausbildung an Interessierte weitergeben können.

Nicht zuletzt ist das Jahresprogramm ein Weg, Sie über die Aktivitäten der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, die ja das Ausbildungsinstitut der DMVO e. V. ist, auf dem laufenden zu halten.

 

Vorschläge für Spezialveranstaltungsthemen

Die Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen bietet regelmäßig Spezialveranstaltungen zu ausgewählten musiktherapeutischen Themen an (siehe Jahresprogramm 2002).

Wir halten es für wichtig, dass jeder Musiktherapeut, sei er nun in Ausbildung oder bereits "fertig", diese Angebote zur Weiterbildung oder Supervision nutzt. Gleichzeitig bitten wir an dieser Stelle um Ihre Wünsche und Vorschläge für weitere Veranstaltungsthemen oder Referenten, auch hinsichtlich verschiedener Zielgruppen oder Praxisfragen. Vorschläge, Meinungen, Wünsche bitte an: Ulrike Haase, Vorsitzende des Rates für Aus- und Weiterbildung, Ludwig-Hartmann-Str. 11, 01277 Dresden, Tel.: 0351/3118127

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die zwei im Sommer verschickten Fragebögen, deren Rücklauf bisher bedauerlicherweise eher spärlich ausgefallen ist. Wer nachträgliche Angaben bzw. Wünsche zu möglichen Praktikumsstellen und/oder persönlichem Fortbildungsbedarf einreichen möchte, kann die entsprechenden Formblätter bei der Geschäftsstelle der DMVO e. V. in Berlin anfordern.

 

Notizen

 

!!! WICHTIG !!!

Der Vorstand der DMVO e. V. und besonders unsere Sachbearbeiterin Frau Schulze bitten darum, dass Adressenänderung, Namensänderung wegen Heirat o.ä. (?) unverzüglich mitgeteilt werden. Es ist lästig und kostenungünstig, wenn Postsendungen wieder zurückkommen. Also, Änderungen bitte an: Frau Walburg Schulze, Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Fachklinik Klosterwald, Bahnhofstr. 33, 07639 Bad Klosterlausnitz, Tel./Fax: 036601/859-77

 

Allen DMVO - Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest (mit viel Musik) und ein gutes und friedliches neues Jahr wünscht der Vorstand

 

Impressum

 

Die "Crossener Mitteilungen" sind das Forum für Berichte, Informationen und Diskussionen der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V. (DMVO e. V.) zu berufspolitischen, vereinsinternen und musiktherapeutischfachlichen Fragen. Sie erscheinen halbjährlich und kostenfrei für alle Mitglieder der DMVO e. V..

 

Herausgeber: Vorstand der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V.
Redakteurin: Antje Stolz
Redaktionsschluss: für die nächsten Crossener Mitteilungen ist der 31.3.02.
Beiträge der Mitglieder der DMVO e. V. bis zu diesem Termin sind ausdrücklich erwünscht.
Nächste Ausgabe: erscheint im Juni 2002