Deutsche Musiktherapeutische Vereinigung zur Förderung des Konzeptes nach Schwabe e. V. - DMVS e. V.

Crossener Mitteilungen Nr. 16, Juni 2002

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DMVO e. V.

 

Zur Erinnerung:

(Tagesprogramme und Anmeldeformulare sind über die Akademie erhältlich)

 

Wissenschaftliches Symposium der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen in Kooperation mit der FH Merseburg und der Theologischen Hochschule Friedensau

 

Thema: Konzept und Offenheit

 

Das Musiktherapiekonzept nach Schwabe mit seinen grundlegenden Aussagen und seine flexible Anwendung in unterschiedlichen Praxiszusammenhängen

 

Samstag, 9. November 2002, Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Fachklinik Klosterwald, Bad Klosterlausnitz

 

Aus der Arbeit der Akademie

 

An der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen laufen gegenwärtig sechs Studiengänge, fünf in Sozialmusiktherapie und einer in Regulativer Musiktherapie.

 

Am längsten sind die Teilnehmerinnen des Studiengangs SMT 1/2000 (Leitung: Ulrike Haase, Antje Stolz) in der Ausbildung. Sie werden den Aufbaukurs Ende diesen Jahres abschließen und beginnen dieser Tage mit der Anfertigung ihrer Abschlußarbeiten.

 

Die Themen sind vielfältig gewählt und befassen sich z.B. mit den Problemen: Musiktherapie Pädagogik, Musiktherapie mit schwer sozial gestörten Jugendlichen, mit geistig oder körperlich behinderten Kindern, Musiktherapie als Dienstleistung in der Neurologie (?), Musiktherapie mit Suchtpatienten.

 

Die Arbeiten finden nach erfolgreicher Fertigstellung Eingang in die Bibliothek der Akademie und können dort ausgeliehen werden.

 

Der jüngste Studiengang SMT 2002 (Leitung: Ulrike Haase, Ute Haesner) hat im März mit der Ausbildung begonnen. Ein Novum für die Akademie ist die Teilnahme von sechs männlichen Teilnehmern an diesem Studiengang!

 

Der Fachbereich Sozialmusiktherapie ist am meisten nachgefragt. Ein neuer Kurs beginnt im März 2003. Ende 2003 soll dann ein Musiktherapiestudiengang mit neuer Ausbildungskonzeption begonnen werden, an der gegenwärtig noch gearbeitet wird.

 

Das Jahresprogramm für 2003 erscheint im Herbst diesen Jahres.

 

An dieser Stelle soll noch einmal auf das Spezialveranstaltungsangebot der Akademie hingewiesen werden, das für alle offensteht. Als sehr wichtig und geradezu als Markenzeichen unseres Konzepts erweist sich die zweiteilige Spezialveranstaltung "Klassische musikalische Formen in der Instrumentalimprovisation". Termin für einen neuen ersten Teil ist der 14. - 16. November. Die Spezialveranstaltungen Supervision sind verkürzt worden auf Freitag Abend bis Samstag Abend, um so mehr Interessenten eine Teilnahme zu ermöglichen. Supervision ist hier auch zu verstehen als ein Angebot zur Psychohygiene und zum gemeinsamen Austausch von KollegInnen untereinander. Sie ist für Menschen, die mit Menschen arbeiten, unverzichtbar. Also nutzen Sie das Angebot!

 

Kasseler Konferenz

 

Die Kasseler Konferenz der musiktherapeutischen Vereinigungen Deutschlands hat seit ihrer Gründung im Jahr 1994 zwei wesentliche Anliegen:

Verständigung und Erfahrungsaustausch innerhalb der verschiedenen Berufsverbände, Gremien, Schulen etc., um der Gefahr von Zersplitterung, negativer Konkurrenz und Alleingängen vorzubeugen.

Berufspolitische Arbeit nach außen ( Politik, Krankenkassen, Krankenhausverbände, Geldgeber, Forschung, andere Verbände künstlerischer und psychosozialer Therapien ), um der Musiktherapie eine Lobby zur Anerkennung und Finanzierungswürdigkeit im deutschen Gesundheits- und Sozialsystem zu verschaffen.

Auf ihrer letzten Sitzung im April hat die Kasseler Konferenz beschlossen, eine eigene Homepage einzurichten, auf der Links zu den einzelnen Mitgliedsverbänden vorhanden sein werden. Ihre Erstellung und Pflege wird von allen Mitgliedsverbänden gemeinsam finanziert.

Außerdem unterstützt die Kasseler Konferenz das Büro des Europäischen MusiktherapieCouncil (EMTC) in Brüssel finanziell.

Viel Diskussionsstoff bietet derzeit die Einführung der sogenannten DRG's (Fallpauschalen für die medizinische Versorgung in Krankenhäusern), die eine Kostenentlastung des Gesundheitssystems bewirken sollen. Es wird von einigen Verbandsvertretern die Befürchtung geäußert, dass die Musiktherapie auf diese Weise unauffällig aus dem Behandlungssystem eliminiert werden soll. Andere behaupten, dass zumindest in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken die DRG's nicht eingeführt werden sollen. Um Klarheit zu erlangen und den Handlungsbedarf abzuschätzen, hat die Kasseler Konferenz ein Mandat zur Untersuchung der Situation an Herrn Peter Meister vergeben. In die anfallenden Kosten teilen sich die Mitgliedsverbände.

Die Arbeitsgruppe Forschung, der aus der DMVO e. V. Ulrike Haase angehört, hat erste Rückmeldungen von Forschungseinrichtungen bezüglich der Studie zur Arbeitsweise deutscher MusiktherapeutInnen (über die bereits berichtet wurde) erhalten. Neben Absagen gibt es Hinweise auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit, wobei die finanzielle Seite der Unternehmung bis jetzt die schwierigste Frage ist. Die AG (weitere Mitglieder: Dr. Wolfgang Pilz, Verband zur Förderung der Nordoff-Robins-Musiktherapie, Waltraud Trolldenier, Berufsverband der Musiktherapeuten Deutschlands (BVM), Jutta Gevecke, Berufsverband der Anthroposophischen Musiktherapie (BVAKT)) trifft sich im Sommer, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Nach dem Rücktritt von Gottlobe Gebauer aus dem Vorstand und der Niederlegung aller Ämter hat der Vorstand Ute Haesner aus Neuenhagen bei Berlin als zweite Delegierte der DMVO e. V. für die Kasseler Konferenz gewinnen können.

 

Ulrike Haase

 

DMVO e. V. - Länderarbeit

 

Finanzielle Unterstützung der Musiktherapietage der Länder und der Arbeitsgruppen

Musiktherapietage der Länder werden von der DMVO e. V. mit 300 Euro pro durchgeführtem Tag unterstützt. Möglich werden soll dadurch z.B. das Einladen von Referenten zu einem bestimmten Thema (siehe Sachsen im Juni 2002) oder eine Aufwandsentschädigung für die Mitglieder der DMVO e. V., die diese Tage in ihrer Freizeit vorbereiten und durchführen.

Arbeitsgruppen der DMVO e. V. können Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, über die dann der Vorstand entscheidet.

 

Landesbeauftragte / AnsprechpartnerInnen:

Da es einige personelle Veränderungen gab, hier noch einmal eine vollständige, aktuelle Liste der Landesbeaufragten der DMVO e. V.:

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland: Michael Dümpelmann, Tel: 07633/101920
Bayern, Österreich, Schweiz: Monika Aplas, Tel.: 09131/50505
Berlin, Brandenburg: Ute Haesner, Tel.: 03342/202387 und Tabea Höfer; Tel.: 039863/7322
Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein: Ina Skalden, Tel.: 04705/8006
Hessen, Nordrhein-Westfalen: Almuth Zehme, Tel.: 0271/8706009 und Iris Rauscher, Tel.: 07249/954770
Mecklenburg-Vorpommern: Kathrin Schubert, Tel.: 0381/7686893
Sachsen: Kathrin Baier, Tel.: 035954/53682
Sachsen-Anhalt: Cornelia Pippel, Tel.: 03461/200243
Thüringen: Antje Stolz, Tel.: 03641/605133

 

DMVO e. V. - Länderarbeit

 

5. Thüringer Musiktherapietag

Der nunmehr schon 5. Musiktherapietag in Thüringen findet am 21. September in Weimar statt. Thema ist: "Improvisation in der Musiktherapie". Programm des Tages, Anfragen usw.: Antje Stolz, Tel. 03641/605133.

 

Musiktherapietag in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Am 19. Oktober findet in Bremerhaven ein Musiktherapietag dieser Länder statt.

Der Tag steht unter dem Thema: "Musiktherapie und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom"

Weitere Auskünfte bei: Ina Skalden, Tel.: 04705/8006

 

1. Jahrestreffen in Mecklenburg-Vorpommern

Am 9. März 2002 trafen sich DMVO-Mitglieder und Ausbildungskandidaten zu ihrem ersten Jahrestreffen in der Neuen Musikschule "Carl Orff" (Leiterin: Franziska Pfaff) in Rostock. Anliegen des Tages war es einerseits, Rückschau zu halten auf 4 Jahre Länderarbeit in Mecklenburg-Vorpommern, Informationen auszutauschen über Vorstands- und Länderarbeit anderer Bundesländer, Berufspolitik und andererseits Raum zu schaffen, um endlich mal wieder Gruppenmitglied z.B. beim Kanonsingtanz zu sein. Reger Gedankenaustausch und freudiges Tun durchzogen den Tag.

Zum Schluss blieben noch die Fragen: Was wird? Wie geht's weiter?

Antworten: Es wird neben dem Musiktherapietag ein nächstes Jahrestreff en geben, als den Tag für uns Musiktherapeuten.

Thema des nächsten Musiktherapietages: "Musiktherapie - Musikpädagogik" (in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Ausbildung), Termin: 2. Quartal 2003. Danke an alle, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

 

Kathrin Schubert

 

1. Musiktherapietag für Bayern und Österreich

Am 23.2.02 veranstalteten die bayerischen und österreichischen Musiktherapeutlnnen der DMVO ihren ersten Musiktherapietag.

Es waren erfreulich viele Interessenten in die Loschge-Schule nach Erlangen gekommen.

Die Werbung, die die Länderbeauftragte Dr. Monika Aplas für den Tag gemacht hatte, hatte sich ausgezahlt.

Am Vormittag gab es zwei Referate: "Was ist, was kann Musiktherapie?" (Ulrike Haase) und "Musiktherapie in einer psychiatrischen Tagesklinik" (Axel Reinhardt).

Die Diskussion zu diesen Themen zeigte das Interesse der Teilnehmer, unter denen auch einige Ärzte und Psychotherapeuten waren.

Regen Zuspruch fanden am Nachmittag die Workshops in Instrumentalimprovisation und in Regulativer Musiktherapie, die von bayerischen DMVO-Mitgliedern geleitet wurden. Am Rande gab es so manche Begegnung zwischen ehemaligen Ausbildungsteilnehmern der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen sowie Informationsgespräche über die Teilnahme an den dort angebotenen Studiengängen.

 

Ulrike Haase

 

4. Sächsischer Musiktherapietag der DMVO e. V.

Für den 4. Sächsischen Musiktherapietag am 8. Juni war Chemnitz als Veranstaltungsort gewählt worden, um den mittel- und westsächsischen DMVO-Mitgliedern den weiten Anfahrtsweg wie in den letzten Jahren zu ersparen. Leider war der Besucherstrom aus diesen Regionen aber recht bescheiden. Viel Interesse gab es erfreulicherweise bei den Ergotherapieschülerinnen, in deren Schule wir den Musiktherapietag durchführen konnten. Er begann mit gemeinsamem Singen im großen Kreis unter Leitung von Matthias Trommler. Dann gab es für die DMVO-Mitglieder eine Gesprächsrunde mit Dr. Christoph Schwabe unter dem Motto "Wer aber ist die DMVO?" (frei nach Brecht). Dabei ging es vor allem um die Frage des Selbstverständnisses der DMVO e. V. als einer Vereinigung, die sich die Pflege, Förderung und Weiterentwicklung der im Osten Deutschlands entwickelten Musiktherapietradition zum Anliegen gemacht hat. Auch über die jüngsten Geschehnisse in der DMVO wurde in der Runde gesprochen. Parallel dazu stellte Ulrike Haase unter dem Thema "Musiktherapie - was ist das (nicht)?" interessierten Zuhörern unsere musiktherapeutische Konzeption vor und informierte über entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten. Nach der Mittagspause zog der Liederfinder Matthias Trommler die Zuhörer in seinen Bann, wobei es, wie immer, nicht nur ums Zuhören, sondern auch ums Mitsingen ging. Der Nachmittag war dann ganz dem Thema der Systemisch-integrativen Familienaufstellung (SIF) gewidmet, zu dem wir den Arzt und Familientherapeuten Dr. Wolfgang Hagemann aus Eschweiler bei Aachen eingeladen hatten. Anhand von praktischen Beispielen, für die sich Teilnehmer der Runde zur Verfügung stellen konnten, wurden theoretische Ansätze verdeutlicht und Fragen beantwortet. Besonders interessant für Musiktherapeuten war die Thematik der Übernahme unterschiedlicher Rollen der Teilnehmer und die Frage von Wahrnehmung oder Phantasieentwicklung im Aufstellungsprozess. Hier trafen sich die Ansätze in den Punkten, dass es tatsächlich nur um Wahrnehmung dessen, was ist, gehen soll und das die Frage des "Wie" und nicht das "Warum" im Mittelpunkt der Bearbeitung steht.

 

Ulrike Haase

 

Notizen

 

Berufsständische Versicherungen über die DMVO e. V.

Es besteht das Angebot zu einer besonders günstigen Berufshaftpflichtversicherung (63,80 € im Jahr) für Mitglieder der DMVO e. V.

Anfragen an: Kurt Schwuchow (Versicherungsmakler), Burmesterstr. 16, 22305 Hamburg, Tel. 040/2992749

 

Praktikumsplätze

Anfragen wegen Praktikumsplätzen an die Akademieleitung oder den Vorstand der DMVO e. V. leiten diese an die Landesbeauffragten weiter, die mit Hilfe des Mitgliederkataloges zu helfen versuchen.

 

Alle Anfragen, die die Belange der DMVO e. V. und die der Akademie für angewandte Musiktherapie betreffen, richten Sie bitte an folgende Adresse:

DMVO e. V. bzw. Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Fachklinik Klosterwald, Bahnhofsstr. 33, 07639 Bad Klosterlausnitz, Tel.: 036601/85977

 

Impressum

 

Die "Crossener Mitteilungen" sind das Forum für Berichte, Informationen und Diskussionen der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e.V (DMVO e. V.) zu berufspolitischen, vereinsinternen und musiktherapeutischfachlichen Fragen. Sie erscheinen halbjährlich und sind kostenfrei für alle Mitglieder der DMVO e. V.

 

Herausgeber: Vorstand der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V.
Redakteurin: Antje Stolz
Redaktionsschluss für die nächsten Crossener Mitteilungen ist der 31.10.02.
Beiträge der Mitglieder der DMVO e. V. bis zu diesem Termin sind ausdrücklich erwünscht.
Nächste Ausgabe erscheint im Dezember 2002