Deutsche Musiktherapeutische Vereinigung zur Förderung des Konzeptes nach Schwabe e. V. - DMVS e. V.

Crossener Mitteilungen Nr. 19, Dezember 2003

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Vorstand und Akademie

 

Neue Ausbildungstruktur an der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen

Nach intensiver Vorarbeit steht sie nun: die neue Struktur für die Musiktherapieausbildung. Sie ist notwendig geworden, weil die bisherige Aufteilung in drei unterschiedliche Studiengänge nicht mehr den Erfordernissen der Praxis entspricht. Von jedem Musiktherapeuten wird heutzutage eine hohe Flexibilität und das Beherrschen sowohl aktiver, als auch rezeptiver Handlungsformen gefordert. Einzelne, in der Vergangenheit entwickelte und für bestimmte Anwebdungsfelder hoch ausdifferenzierte Methoden können in ihrer "reinen Form" heute nur noch sehr selten angewandt werden.

Die Akademie reagiert darauf mit einer Zusammenführung der drei unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen auf der Grundlage der Musiktherapiekonzeption von Christoph Schwabe. Jeder Teilnehmer erhält eine anderthalbjährige Basisausbildung in aktiven und rezeptiven Handlungsformen und eine anschließende sechsmonatige Spezialisierungsausbildung, die sich, je nach Arbeitsgebiet der Teilnehmer, in eine klinisch-psychotherapeutische und eine soziale bzw. pädagogische Richtung aufgliedert. Der anschließende sechsmonatige Aufbaukurs Supervision vervollständigt die Ausbildung. An der bewährten Art der Ausbildung, d. h. der wechselseitigen Verknüpfung von Selbsterfahrung und theoretischer Durchdringung, ändert sich nichts.

Der erste Studiengang, der nach der neuen Konzeption ausgebildet wird, beginnt am ersten Märzwochenende 2004. Es liegen dafür bereits zahlreiche Berwerbungen vor, einige Plätze sind aber noch frei.

Alle weiteren inhaltlichen und organisatorischen Informationen über die neue Ausbildungstruktur finden Sie in unserem beiliegenden Jahresprogramm 2004.

 

Ulrike Haase

 

Länderarbeit / Arbeitskreise

 

Aktuelles

Der Musiktherapietag der DMVO e. V. für Niedersachsen / Bremen / Hamburg fand in Bremerhaven am 8.11.2003 statt, genauere Infos finden Sie weiter unten.

 

Der Musiktherapietag der DMVO e. V. für Thüringen / Sachsen ist ebenfalls schon Geschichte. Einen Bericht dazu finden Sie in diesem Heft.

 

Die Stellen der Länderbeauftragte für Bayern / Österreich / Schweiz, Nordrhein-Westfalen sind leider immer noch vakant. Während der Übergangszeit können sich die Mitglieder dieser Länder an

Kathrin Schubert, Vorstand Länderarbeit
E-Mail: schubi-lichtenhagen@t-online.de
Tel.: 0381/7699136
wenden.

 

Für Hessen und Thüringen ist Antje Stolz Länderbeauftragte, für Berlin und Brandenburg verstehen sich Tabea Höfer und Ute Haesner weiterhin als Ansprechpartnerinnen.

 

Das Bemühen, aus den Reihen unserer Mitgliederschar MusiktherapeutInnen für die noch freien Stellen der Länderbeauftragten zu gewinnen, gestaltet sich bisher noch schwierig. "Mitmacher" gibt es einige, aber scheinbar sind "Zugpferde" im Moment nicht vorrätig.

 

Kathrin Schubert

 

Treffen der Landesbeauftragten der DMVO e.V.

Einmal im Jahr lädt Kathrin Schubert als Verantwortliche für die Länderarbeit im Vorstand der DMVO e.V. die Beauftragten der einzelnen Bundesländer nach Bad Klosterlausnitz ein. Dieses Jahr trafen wir uns zu viert am 14.11.2003. Nachdem über den Stand der Vereinsarbeit in den Ländern berichtet wurde - die nicht anwesenden Landesbeauftragten hatten Kathrin Schubert ihre Zuarbeiten übermittelt - ging es um die weitere, Gestaltung der Länderarbeit. Themen waren hierbei die Möglichkeiten, diejenigen Mitglieder besser in die Arbeit mit einzubeziehen, die in Regionen tätig sind, wo es weniger DMVO-Mitglieder gibt oder die Entfernungen zwischen ihnen sehr groß sind. Weiterhin wollen wir in Zukunft gerade die in Ausbildung befindlichen MusiktherapeutInnen mehr in die Gestaltung und Vorbereitung der Musiktherapietage der Länder und in die Arbeitskreise einbeziehen, d. h. auch, dass eine rechtzeitige Information stattfinden muss, auch für Kursteilnehmer, die noch nicht Mitglied der DMVO e. V. sind. Ebenso wichtig erschien es uns, die Informationen zur Länderarbeit auf der Website der DMVO e. V., regelmäßig zu aktualisieren.

 

Antje Stolz

 

Musiktherapietag in Bremerhaven

Am 8.11.03 fand in Bremerhaven speziell für Musiktherapeuten des nordwestdeutschen Raumes statt. Nach der großen Öffentlichkeit des letzten Jahres war es notwendig, rnusiktherapeutische Fragestellungen auch einmal differenzierter und fachspezifischer nur im Kreis der Fachleute zu bearbeiten.

Eingeladen waren viele, abgesagt haben viele, gekommen sind wenige - dafür aber war es ein sehr intensiver Austausch. Jeder hatte sich auf ein Thema eingestellt, das er vortrug und zur Diskussion stellte. So reichte dann der Radius von der Behandlung verhaltensgestörter Kinder und Jugendlicher über die Arbeit mit Alzheimer-Patienten und Behinderten zu einer CD-Produktion speziell für ADS-Kinder und einem großen Musik-Theater-Projekt für psychisch Kranke, behinderte und nicht behinderte Menschen.

Bedingt durch unseren kleinen Kreis konnten viele Nachfragen beantwortet werden, gelang vor allem auch ein ganz praktischer Austausch über jeweilige musiktherapeutische Arbeitsweisen - ein Defizit sonst vor allem für diejenigen, deren musiktherapeutische Kollegen weit entfernt wohnen und arbeiten.

Vorausgeplant und thematisiert wurde dann auch der nächste Musiktherapietag für die breite Öffentlichkeit, der Ende des kommenden Jahres sowohl im Oldenburger Raum als auch in Bremerhaven stattfinden soll, da die Erfahrungen der letzten MT-Tage zeigten, dass nur die Veranstaltung vor Ort tatsächlich besucht wird. (Der Friese verlässt seinen Wohnort nicht so gern!)

Erfreulicherweise waren sich alle Beteiligten einig, nun den gemeinsamen Vorbereitungskreis zu bilden, der sich schon Anfang des nächsten Jahres wieder treffen wird.

Dafür bin ich den Kollegen sehr dankbar.

 

Ina Skalden

 

Musiktherapietag macht Mut!

Frohen Mutes trafen sich am 11. Oktober 2003 die Musiktherapeuten der DMVO e. V. aus Sachsen und Thüringen zum ersten gemeinsamen Musiktherapietag im spätsommerlichen Dresden.

Wahrlich "mutig" waren die 5 anwesenden Thüringer, die den weiten Weg nicht gescheut haben.

Mut sollte das Treffen aber allen Anwesenden machen, ihre nicht immer einfache musiktherapeutische Arbeit mit besten Wissen und Gewissen fortzuführen.

So stand der diesjährige Musiktherapietag ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Erlebens und des Austausches von Erfahrungen vor allem in der musiktherapeutischen Arbeit in der Psychiatrie und Psychosomatik. Neben den beiden Vorträgen von Axel Reinhardt und Cornelia Jentzsch wurde gemeinsam gesungen, getanzt, diskutiert und viel, viel gelacht.

Mit Spannung verfolgt, erläuterte Axel Reinhardt Behandlungsansätze, Ziele und Methoden für die Behandlung von Patienten mit ichstrukturellen Störungen anhand einer Publikation von Prof. Dr. Rudolf (Uni Heidelberg). Dabei deckte er Bezugspunkte zur Musiktherapie auf, die die Musiktherapiekonzeption Christoph Schwabes untermauern. Gerade für eine ständig wachsende Zahl der frühen Störungen ist das wahrnehmungsorientierte Vorgehen in der Therapie der Weg, der gangbar ist, während andere Vorgehensweisen, die Deutung und Interpretation als Techniken favorisieren, sehr schnell an ihre Grenzen kommen. In der folgenden Diskussion wurde sicher vielen die klare Struktur unseres Ausbildungskonzepts nochmals bewusst und an konkreten Beispielen deutlich.

Der zweite Vortrag konnte speziell denjenigen Mut machen, die in der täglichen Arbeit immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Cornelia Jentzsch erzählte über ihre mutige Entscheidung, neue Wege zu gehen und über die Erfahrung, mit offenen Armen empfangen und unterstützt zu werden. So war es in vielerlei Hinsicht ein echter "Mutmachertag", der damit endete, dass sich aus den gemeinsamen Gesprächen neue Ideen entwickelten, sich neue Arbeitsgruppen bildeten und so hoffe ich, viele mit frischem Tatendrang wieder an ihre Arbeit gingen.

 

Kathrin Baier

 

Arbeitskreis Sachsen-Anhalt

Unser Arbeitskreis Sachsen-Anhalt besteht zu Zeit aus ca. 12 aktiven Mitgliedern. Wir treffen uns rund viermal jährlich, jedes Mal in einer Arbeitsstätte eines Mitgliedes. Das nächste Treffen findet am Samstag, denn 24.01.2004 in Merseburg in der "Schule des Lebens" statt.

Für das kommende Jahr ist vom 16.4. bis 18.4.2004 in Merseburg ein Trommelworkshop "Rhytmus und Trommeln im therapeutischen Kontext" mit Rolf Thärichen geplant.

Kontakt und Information über mich: 03461/200243

 

Cornelia Pippel

 

Arbeitskreis Musiktherapie in der Rehabilitation

Der neu gegründete länderübergreifende Arbeitskreis Musiktherapie in der Rehabilitation trifft sich am 17. Januar 2004 von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Klinik Schloss Pulsnitz. Im Vordergrund des Treffens steht neben dem persönlichen Kennenlernen vor allem der gegenseitige Erfahrungsaustausch bei Kurzzeitbehandlungen im Rahmen des Rehabilitationsaufenthaltes.

Nähere Informationen und Teilnahmeanmeldungen bis 07.01.2004 bei Gerhard Landes, Tel.: 03641/444056

 

Musiktherapie mit Kindern - Arbeitskreis Thüringen und "Drumherum"

Das nächste Treffen des Arbeitskreises für Musiktherapeuten, die mit Kindern im Vorschul- und jüngerem Schulalter arbeiten, findet am 31.01.2004 um 10.00 Uhr in der Freien Integrativen Ganztagesschule in Jena statt.

Im Arbeitskreis wird bei jedem Treffen eine andere Arbeitsstelle vorgestellt, es geht um den Erfahrungsaustausch, aber auch Supervision der musiktherapeutischen Arbeit und fachübergreifende Themen wie Wahrnehmungsstörungen bei Kindern oder Hyperaktivität werden besprochen.

Nähere Informationen und Teilnahmemeldungen bei Anke Parybyk-Landes, Tel.: 02641/444056

 

Fünf Fragen an Frau Schulze

Vielen DMVO-Mitgliedern, besonders aber den Kursteilnehmern an der Akademie ist der Name Frau Schulze wohlbekannt. Immer wenn es um Überweisungen, Quittungen oder Termine geht, verweisen die LehrmusiktherapeutInnen auf Frau Schulze.

"Schreiben Sie einen Zettel oder sprechen Sie auf den Anrufbeantworter!" - dieser Satz ist vielen vertraut. Den meisten Ausbildungskandidaten ist Frau Schulze nur von der Stimme her bekannt, ihre Arbeitszeit liegt (für sie zum Glück) außerhalb der Wochenenden.

Grund genug für mich, an dieser Stelle selber einmal neugierig zu sein und Frau Schulze ein wenig auszufragen, natürlich mit dem Hintergedanken, Ihnen als LeserInnen die "gute Seele" unseres Vereins und ihr Tätigkeitsfeld vorzustellen.

 

  1. Frau Schulze, wenn ich von "guter Seele" spreche, drängt sich als erstes natürlich die Frage auf, welche Tätigkeiten Sie im Büro der Akademie für angewandte Musiktherapie zu erledigen haben?

     

    Ob kleiner Zettel oder großer Brief oder gar ein fast verständlicher Anruf auf Band - jedes Anliegen möchte ernst genommen und "ordentlich verwaltet" werden. Das sind mitunter erstaunliche Mengen, und natürlich ist jede Angelegenheit immer ein bisschen anders. Ich produziere selbstverständlich auch stolze Stapel, wobei die Posttarife für zusätzliches Vergnügen sorgen. Dann sind da noch diese hübschen kleinen Essenmarken . . . Und überhaupt das liebe Geld, das ich ja hauptsächlich auf den Konten zu sehen bekomme - oder auch nicht!, was dann besonders viel Freude macht. Und dann wollen noch ein paar andere Kleinigkeiten erledigt sein wie Buchbestellungen realisieren, die Crossener Mitteilungen verschicken u. a. (Dass ich an den Wochenenden nicht da bin, liegt nur daran, dass ich den Dozenten nicht ins Handwerk pfuschen möchte!!).

     

  2. Wie kamen Sie zu diesem Job?

     

    Eines schönen Tages im Herbst 1998 . . . da hat Dr. Schwabe mich gefragt, und ich habe ja gesagt. oder anders: Musikstudium; Lehrerin Klasse 2-10; Universität Jena, wiss. Assistentin in der Sektion Literatur- und Kunstwissenschaft; Sekretär des Komponistenverbandes Bezirk Gera; 1989 die Wende!; Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz

     

  3. Kennen Sie eigentlich alle DMVO- Mitglieder mit Namen oder haben schon einmal mit Ihnen gesprochen?

     

    Einige habe ich während unserer Tagungen kennen gelernt, mit einigen habe ich per Telefon gesprochen. Ich denke schon, dass ich Namen, Vornamen und auch Heimatort parat habe. Schließlich habe ich schon viele Listen geschrieben. Ein paar besonders "nette" Mitglieder aber haben sich mir direkt ins Gedächtnis eingebrannt, weil Post an sie wieder zurückkommt oder die Lastschrift für den Beitrag nicht mehr funktionieren . . .

     

  4. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht im Büro sind oder in Gedanken bei den säumigen Beitragszahlern?

     

    Dann weiß ich überhaupt nicht, wohin mit mir.

     

  5. Nächstes Jahr im November steht ja nun unsere 2. Wissenschaftliche Tagung an, die Vorbereitungen laufen schon sehr intensiv. Was sind denn Ihre Aufgaben dabei?

     

    Ganz einfach: von A wie Alles organisieren und bedenken bis Z wie Zum Schluss wieder alles aufräumen und abrechnen.

     

Das ist dann so eine Veranstaltung, während der Sie auch am Wochenende in Bad Klosterlausitz sind. Und das ist dann auch eine der Gelegenheiten, Frau Schulze persönlich zu begegnen.

 

Vielen Dank für Ihre Auskünfte, Frau Schulze.

 

Antje Stolz

 

Notizen

 

Neues Jahresprogramm:

Wie immer in der Dezemberausgabe der Crossener Mitteilungen erhalten Sie gleichzeitig das Jahresprogramm der Kurs- und Sonderveranstaltungen der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen für das neue Jahr.

Bitte beachten Sie die ermäßigten Preise der Sonderveranstaltungen für DMVO-Mitglieder!

Diese Ermäßigungen sollen ein zusätzlicher Anreiz sein, eigentlich selbstverständlich zur Arbeit gehörende Supervision und Weiterbildung in Anspruch zu nehmen.

 

Zu Mitgliedsbeiträgen:

Bitte teilen Sie uns unbedingt Änderungen Ihrer Bankverbindungen für den Lastschrifteinzug der DMVO-Beiträge mit. Fehlbuchungen sind sehr teuer (wie wir beim aktuellen Einzug der Mitgliedsbeiträge feststellen mussten) und gehen zu Lasten des DMVO-Kontos!

 

Impressum

 

Die "Crossener Mitteilungen" sind das Forum für Berichte, Informationen und Diskussionen der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V. (DMVO e. V.) zu berufspolitischen, vereinsinternen und musiktherapeutischfachlichen Fragen. Sie erscheinen halbjährlich und kostenfrei für alle Mitglieder der DMVO e. V..

 

Herausgeber: Vorstand der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V.
Redakteurin: Antje Stolz

Redaktionsschluss für die nächsten Crossener Mitteilungen ist der 15.05.2004.

Beiträge der Mitglieder der DMVO e. V. bis zu diesem Termin sind ausdrücklich erwünscht. Nächste Ausgabe erscheint im Juni 2004