Deutsche Musiktherapeutische Vereinigung zur Förderung des Konzeptes nach Schwabe e. V. - DMVS e. V.

Crossener Mitteilungen Nr. 21, Juli 2005

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Wissenschaftliches Symposium 2006

 

Vom 5. bis 6. Mai 2006 findet ein Wissenschaftliches Symposium der DMVO e.V. und der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen in der Fachklinik Klosterwald in Bad Klosterlausnitz statt.

Thema des Symposiums ist die musiktherapeutische Arbeit mit Menschen, die in ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklung beeinträchtigt sind.

 

MusiktherapeutInnen, die sich praktisch oder theoretisch mit diesem Arbeitsfeld beschäftigen oder sich dafür interessieren, können sich mit einem Themenvorschlag für ein Referat bis zum 30.9.2005 bewerben.

Genauere Informationen zum Ablauf des Symposiums und zur Anmeldung erhalten Sie mit der nächsten Ausgabe der Crossener Mitteilungen im Dezember.

 

Vorstand - Kasseler Konferenz

 

Im letzten halben Jahr kam es zu drei Treffen im Rahmen der Kasseler Konferenz. Wie schon in den letzten Crossener Mitteilungen bzw. der Mitgliederversammlung erwähnt, konnte auf dem Treffen im November ein erster Konsens über das Berufsbild des Musiktherapeuten erreicht werden. Als Vertreter der DMVO arbeiteten Ute Haesner und Axel Reinhardt daran mit. Die Erarbeitung dieses ersten Konsenspapieres erfolgte unter externer Moderation und in Form eines intensiven Workshops. Dabei war die Atmosphäre geprägt von einem offenen, respektvollen und kollegialen Meinungsaustausch sowie der Genugtuung über diesen wichtigen inhaltlichen Schritt, auch im Hinblick auf den Aufbau möglicher gemeinsamer Organisationsstrukturen. Dieser Konsens über das Berufsbild kann über einen Link auf unserer Internet-Seite www.dmvo.de eingesehen bzw. herunter geladen werden und wird auch in der kommenden "Musiktherapeutischen Umschau" veröffentlicht.

 

Auf der Sitzung im Februar stand daraufhin der Diskurs über mögliche gemeinsame Organisationsstrukturen im Vordergrund. Dabei wurde die DMVO von Ulrike Haase und Ute Haesner vertreten. Auch dieses Treffen wurde unter Leitung eines externen Moderators in Form eines Workshops durchgeführt. Es wurden dabei folgende mögliche Strukturen in Erwägung gezogen sowie in ihren Vor- und Nachteilen gegenübergestellt:

 

  1. Berufsverband
  2. Berufs- und Fachverband
  3. Dachverband
  4. Bundesarbeitsgemeinschaft

 

Dieser Workshop war durch eine offene, teilweise kontroverse Diskussion geprägt und trotz aller, noch nicht überwundener Meinungsverschiedenheiten über die beste Organisationsstruktur auch geleitet von dem Bemühen um ein konstruktives sowie sachliches Miteinander. Es zeigte sich aber, dass die Zeit zu kurz bemessen war, um in dieser Hinsicht gemeinsame Beschlüsse fassen zu können. Am Ende des Workshops stand ein Meinungsbild aller Beteiligten, welche der oben aufgeführten Strukturen am besten geeignet wäre, die Ziele einer gemeinsamen Organisationsform umzusetzen. Es überwog eine Tendenz hin zum Modell 2 (Berufs- und Fachverband), noch aber sind alle Modelle "im Rennen".

 

Zur nächsten Kasseler Konferenz im Oktober soll die Arbeit fortgesetzt werden. Dann soll auch beschlossen werden, ob die Kasseler Konferenz in der derzeitigen Form bestehen bleibt oder, quasi als Zwischenschritt, in eine Bundesarbeitsgemeinschaft umgewandelt werden soll.

 

Im April fand das so genannte Jubiläumstreffen der Kasseler Konferenz zur Feier ihres zehnjährigen Bestehens statt. Dabei waren eine Vielzahl von jetzigen Vertretern der einzelnen Verbände aber auch viele "Ehemalige" anwesend. Die DMVO vertraten Ute Haesner und Gerhard Landes. Nach einer gemeinsamen Feier am Freitagabend widmete man sich am folgenden Tag einer (selbst-) kritischen Würdigung der abgelaufenen Jahre, die manche Hürden und auch Behinderungen aufwiesen, war sich aber über alle Verbände hinweg einig, dass die Kasseler Konferenz als wichtigste gemeinsame Instanz fortbestehen muss, bis eine gemeinsame Organisationsstruktur unter gleichberechtigtem Zusammenschluss aller interessierten Verbände aufgebaut ist. Dabei äußerten sich gerade auch die "Ehemaligen" anerkennend und erleichtert über die oben genannten jüngsten Ergebnisse und Beschlüsse, welche von allen als wichtiger "Schritt nach vorne" angesehen wurden.

 

Gerhard Landes

 

Akademie - SAMT-Treffen im April 2005 in Berlin

 

Die Ständige Ausbildungsleiterkonferenz der privatrechtlichen Musiktherapieausbildungen (SAMT) traf sich am 30. April 2005 in den Musiktherapeutischen Arbeitsstätten Berlin in der Havelklinik. In der Mittagspause hatten wir die Möglichkeit uns das Klinikgelände mit seinen Einrichtungen anzuschauen. Es war sehr beeindruckend, welche positive und angenehme Atmosphäre dort geschaffen wurde. Nun zum eigentlichen Treffen. Vertreter von folgenden privatrechtlichen Ausbildungen sind in der SAMT organisiert: Die Musiktherapeutischen Arbeitsstätten Berlin, das Europäische Institut für psychosoziale Gesundheit, das Institut für Musiktherapie Berlin, das Institut für Imaginative Psychotherapie und Musik, die berufsbegleitende Weiterbildung in Orff-Musiktherapie an der Akademie für Entwicklungsrehabilitation München, das Institut für Musiktherapie am Freien Musikzentrum München und unsere Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen. Da einige Vertreter neu in der Runde waren, fand eine ausführliche Vorstellungsrunde zu den einzelnen Ausbildungsgängen statt. Um die Inhalte der einzelnen Ausbildungseinrichtungen auf einer breiteren Ebene für alle Studenten und Absolventen der privatrechtlichen Ausbildungsstätten zu ermöglichen, veranstaltet die SAMT vom 8. bis 10. September 2006 in Berlin das Fortbildungssymposium der privatrechtlichen Musiktherapieausbildungen.

 

Unter dem Titel "Horizonte erweitern: Spezifische Ansätze und konkrete Praxis" sollen Vorträge die SAMT-Ausbildungen/Ansätze theoretisch darstellen. Die spezifischen Schwerpunkte der verschiedenen Ausbildungen sollen dann in Workshops vermittelt werden. Die erste Ankündigung dazu soll im September erscheinen. Ein wichtiges Thema war auch die zukünftige Rolle der privatrechtlichen Ausbildungen. Eine Aussage dazu gab es in Kassel auf der Kasseler Konferenz, dass in der Zukunft die Abschlüsse Bachelor und Master ausschlaggebend sein werden für die Anerkennung eines Musiktherapeuten auf europäischer Ebene. Sollten privatrechtliche Ausbildungen anerkannt werden wollen, müssten sie mit einer Hochschule kooperieren. In der Diskussion kamen verschiedene Fragen auf. Zum Beispiel: Welche Bedeutung hat der Bachelor oder Master für jemanden, der jetzt schon einen höheren Studienabschluss hat? Muss alles in ein Raster gepresst werden? Die Mitglieder der SAMT sehen ihre Ausbildungen als äquivalent, sowohl in Inhalten als auch in den Stundenzahlen. Die privatrechtlichen Ausbildungen, welche Mitglieder der SAMT sind, verpflichten sich, bestimmte Grundlagen als Standards zu erfüllen. Der erste Schritt in diese Richtung ist getan. Es wird ein Arbeitspapier über Minimal Standards für privatrechtliche Ausbildungen erstellt. Hier muss auch zwischen Ausbildung, Zusatzausbildung und Weiterbildung unterschieden werden.

 

Das nächste planmäßige SAMT-Treffen findet in Kassel im Januar 2006 statt.

 

Ute Haesner

 

Notizen

 

Tagungsband der 2. Wissenschaftlichen Tagung

Der Tagungsband mit über 40 Beiträgen der Referenten der Wissenschaftlichen Tagung im November 2004 ist nun fertig und in Druck. Bestellungen nimmt das Büro der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen entgegen.

 

Impressum

 

Die "Crossener Mitteilungen" sind das Forum für Berichte, Informationen und Diskussionen der Deutschen Musiktherapeutischen Vereinigung Ost e. V. (DMVO) zu berufspolitischen, vereinsinternen und musiktherapeutisch-fachlichen Fragen. Sie erscheinen halbjährlich und kostenfrei für alle Mitglieder der DMVO.

 

Herausgeber: Vorstand der DMVO
Redakteurin: Antje Stolz

Redaktionsschluss: für die nächsten Crossener Mitteilungen ist der 15.11.05, Beiträge der Mitglieder der DMVO bis zu diesem Termin sind ausdrücklich gewünscht.

Nächste Ausgabe: erscheint im Dezember 2005